Snezhana Paunovics entsetzliche Aussage war kein Zufall...
Die serbische Ministerin sprach nicht nur in ihrem eigenen Namen. Ihre Botschaft scheint Teil einer umfassenderen politischen Strategie zu sein, Kosovo wieder in den Mittelpunkt der bevorstehenden diplomatischen Auseinandersetzung zu rücken. Die Albaner sollten sich daher auf eine neue Verhandlungsphase einstellen.
Snezhana Paunovic, die mit ihrer schockierenden Aussage in dem regierungsnahen serbischen Medium Kurir die albanische Öffentlichkeit aufwühlte, ist keineswegs ein Opfer der albanischen Regierung in der Republik Kosovo.
Im Gegenteil.
Sie ist eine der größten Nutznießerinnen der Realität, die nach der Befreiung des Kosovo und dem Sturz des Regimes ihres politischen Idols Slobodan Milosevic entstanden ist, in dessen Partei sie auch heute noch tätig ist.
Paunovic leitete ein großes Pharmaunternehmen, das nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo zu einem der wichtigsten Akteure auf dem Markt der Region Peja wurde.
Das von ihr geführte Unternehmen, hinter dem bekannte Namen der serbischen Finanzoligarchie stehen, ist auch heute noch einer der mächtigsten Wirtschaftsakteure im Kosovo.
Sie ist nicht zufällig in diese Position gelangt.
Er gehörte zum politischen und wirtschaftlichen Netzwerk von Ivica Dačić, dem Vorsitzenden der Sozialistischen Partei Serbiens und einem der wichtigsten Verbündeten von Aleksandar Vučić.
Es war Dačić, der Snezhana Paunović, damals eine junge Ökonomin, in den Vorstand eines der profitabelsten öffentlichen Unternehmen Serbiens beförderte.
Eine Ernennung, die aus politischer Loyalität zustande kam.
Anschließend wurde Snezhana Paunovic zur Aufsichtsratsvorsitzenden des Belgrader Flughafens Nikola Tesla ernannt, jener Institution, die bis vor wenigen Jahren als der wichtigste Flughafen im Westbalkan galt.
Heute wurde er vom internationalen Flughafen Tirana übertroffen.
Snezhana Paunovic, die der serbischen Gemeinde im Kosovo angehört, ist niemand anderes als eine der engsten Vertrauten von Ivica Dacic.
Dacic selbst stammt aus kosovo-serbischen Familien, die den politischen Aufstieg von Slobodan Milosevic im Jahr 1989 unterstützten und dazu beitrugen, seine politischen Rivalen innerhalb der serbischen Kommunistischen Liga auszuschalten.
Die Sozialistische Partei Serbiens trägt noch heute eines der dunkelsten politischen Erbe des Landes mit sich herum.
Es gelingt ihm nicht einmal in den traditionell eher nationalistisch geprägten Gebieten Serbiens, nicht einmal in Pozarevac, dem Geburtsort von Slobodan Milosevic, kann es nennenswerte Unterstützung finden.
Aus diesem Grund hat sich ihr politischer und wirtschaftlicher Schwerpunkt längst auf Kosovo verlagert.
Und hin zu den Netzwerken, die Serbiens strategisches Interesse an diesem Gebiet aufrechterhalten.
Dazu gehören Russland, seine politischen Satellitenstaaten, die serbisch-orthodoxe Kirche und die tiefgreifenden Strukturen des serbischen Staates.
Die Aussage von Snezhana Paunovic ist nicht einfach nur eine persönliche Meinung.
Es spiegelt eine Denkweise wider, die in Teilen der serbischen politischen Elite weiterhin existiert.
Im Wesentlichen lautete die Botschaft, dass Serbien die ethnische Säuberung des Kosovo anstrebte, daran aber gehindert wurde.
Eine Erklärung mit ernstem Inhalt, die erwartungsgemäß sofortige Reaktionen in Belgrad hervorrufen würde.
Aber das geschah nicht.
Paunovic könnte eine extremistische Figur sein.
Allerdings scheint ihre Aussage nicht allein auf persönlichen Überzeugungen oder dem Einfluss von Ivica Dacic zu beruhen.
Es wirkt eher wie eine erprobte Botschaft an die serbische Öffentlichkeit.
Ein Versuch, die Kosovo-Frage im Vorfeld der anstehenden Wahlprozesse wieder in den Mittelpunkt der politischen Debatte zu rücken.
Snezhana Paunovic, Ivica Dacic, Aleksandar Vucic und ein großer Teil der serbischen politischen Klasse behandeln Kosovo weiterhin durch die Brille des Mythos der Niederlage von 1389.
Für viele Kosovo-Serben ist Belgrad inzwischen zu einer politischen und finanziellen Geldquelle geworden, während Kosovo selbst als Druckmittel in internationalen Verhandlungen eingesetzt wird.
Jenseits der Rhetorik bleibt Serbien ein Staat mit expansionistischen Bestrebungen.
Nach dieser Interpretation wird es Kosovo in seinen gegenwärtigen Grenzen und seiner aktuellen Realität nicht anerkennen.
Sollte es jemals zu einer Anerkennung kommen, so wäre diese ausschließlich an ein neues politisches Abkommen geknüpft, das den bestehenden Status verändern würde und über das Rambouillet-Abkommen, die Unabhängigkeitserklärung von 2008 oder die Resolution 1244 des Sicherheitsrates hinausginge.
Genau darin liegt die eigentliche Bedeutung der Aussage des serbischen Ministers.
Es scheint, als sei es im Rahmen einer politischen Vorbereitung auf mögliche zukünftige Entwicklungen in Umlauf gebracht worden.
Die wichtigste Frage ist daher nicht, was Snezhana Paunovic denkt.
Doch wie gut sind die Albaner und insbesondere die Institutionen des Kosovo auf eine neue Phase internationaler Verhandlungen vorbereitet?
Ein nationaler Plan für die roten Linien, die strategischen Interessen und die Zukunft des Staates Kosovo wird immer notwendiger.
Die Geschichte des Jahres 1913 zeigt, dass große Teilungen nicht immer auf den Willen kleiner Nationen zurückzuführen sind.
Aber mit den Entscheidungen der Großmächte.
Und genau aus diesem Grund müssen die Albaner vorbereitet sein.
Denn, wie die Geschichte gezeigt hat, ist Serbien mit Gewalt nicht in der Lage gewesen, seine Ziele zu erreichen.
Und das bleibt trotz der heutigen Rhetorik eine Tatsache. / Broschüre
Nuk e di pse merreni me serbet halera. Akoma duhen prova se c'muter jane!? Kemi troje te mrekullueshme, me toka pjellore, me ujera te kristalta, me minerale te nevojeshme e te cmuara, ku buken e gojes mmund ta sigurojme vete, e me mendjen e mprehte behemi zoter te tokes sone. Po nuk filluam t'i bejme kukurec e tu hidhen peshkaqeneve keta halerat tane nuk ka e do te kete qetesi ne trojet e Ilireve.