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Kulture14 Korrik 2026, 10:19

Kulturelle Restaurierung oder Infrastrukturdiplomatie: Brücke über Tara; China finanziert die Restaurierung des montenegrinischen Wahrzeichens

Shkruar nga Pamfleti

 Kulturelle Restaurierung oder Infrastrukturdiplomatie: Brücke über

Die Investition in Höhe von 7,05 Millionen Euro soll die Lebensdauer der historischen Brücke um weitere 50 Jahre verlängern; die Arbeiten schreiten planmäßig voran, doch Touristen, Verkehr und das raue Klima erschweren die Bauarbeiten...

Die berühmte Đurđević-Tara-Brücke, eines der bekanntesten Denkmäler Montenegros, soll voraussichtlich 2027 vollständig restauriert sein. Das Projekt wird von China mit einer Spende von 7,05 Millionen Euro finanziert und von dem chinesischen Unternehmen „Shandong Luqiao Group“ unter der Aufsicht der montenegrinischen Behörden durchgeführt.

Laut Projektleitung sind rund 60 Prozent der Arbeiten abgeschlossen, und der Baufortschritt liegt mehrere Prozentpunkte über dem Zeitplan. Die Hauptarbeiten sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein, die endgültige Nutzungsgenehmigung wird voraussichtlich im Juli 2027 erteilt.

Die Sanierung umfasst die Brücke und einen etwa ein Kilometer langen Zufahrtsweg. Um die Arbeiten am befahrbaren Teil fortzusetzen, wird die Anlage voraussichtlich für rund zweieinhalb Monate vollständig gesperrt. Die Wiederaufnahme des Verkehrs ist, je nach Witterung, für Mitte Oktober geplant.

Touristen auf den Piers und Lastwagen hinter der Haltestelle

Die Schwierigkeiten liegen nicht allein in der Architektur der Brücke, die sich rund 170 Meter über die Schlucht erhebt und 365 Meter lang ist. Die Arbeiten wurden auch durch Touristen behindert, die die Absperrungen überquerten und auf das Gerüst kletterten, um Fotos zu machen, sowie durch Lkw-Fahrer, die die Verkehrsregeln missachteten. Zur Unterstützung wurde die Polizei angefordert.

Ingenieure gehen davon aus, dass die Brücke nach ihrer Restaurierung etwa ein halbes Jahrhundert lang funktionsfähig bleiben könnte. Aufgrund des Gewichts moderner Fahrzeuge werden jedoch voraussichtlich Beschränkungen für den Schwerlastverkehr eingeführt, sodass die Brücke künftig hauptsächlich für den Pkw- und Personenverkehr sowie für den Tourismus genutzt werden soll.

Kulturelle Restaurierung oder Infrastrukturdiplomatie?

Neben dem technischen Aspekt besitzt das Projekt auch eine diplomatische Dimension. Das Abkommen zwischen China und Montenegro zur Restaurierung wurde 2018 unterzeichnet, der Schenkungsvertrag 2020. Peking investiert somit nicht nur in Beton und Infrastruktur, sondern auch in ein historisches und touristisches Symbol eines EU-Beitrittskandidatenlandes.

Für Montenegro könnte die Restaurierung mehr Besucher anlocken und die lokale Wirtschaft ankurbeln, die während der Bauarbeiten einen Aktivitätsrückgang verzeichnet hat. Für China bietet sie eine weitere Gelegenheit, seine Präsenz und sein Image auf dem Balkan durch Investitionsdiplomatie zu stärken. / Broschüre

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